Politikverdrossenheit ist eine Gefahr für Demokratie. Die Wahlbeteiligung bei der EU-Parlamentswahl lag 1979 noch bei 61,8% – 2014 fiel sie auf 42,6%. Auch in Deutschland zeigt sich ein ähnliches Wahlverhalten. Hier stimmten 1979 noch 65,7% der Wahlberechtigten ab, während bei der letzten Wahl nur 48,1% ihrer Stimme Gewicht verliehen.

Diese niedrige Wahlbeteiligung trägt zum Unverständnis und Skeptizismus gegenüber europäischen Institutionen und zum Demokratiedefizit der Europäischen Union bei. Angesichts dessen möchten wir mit unserem Projekt zur EU-Parlamentswahl 2019 einen Beitrag zur politischen Bildung leisten.

 

 

PHASE EINS – INFORMATION

2018 – 2019
In der Informationsphase informieren wir uns zunächst selbst zu Europäischen Institutionen und europäischen Debatten und Problemen. Weiterhin wollen wir möglichst viele Menschen ergebnisoffen dazu befragen, was ihnen Europa bedeutet – um dies an europäische Politik weiterzugeben. Unser Ziel ist nicht, Propaganda für die EU zu machen, sondern offen als Brücke zwischen den Menschen und den europäischen Institutionen zu wirken.

Dies wollen wir auch durch Vernetzung mit anderen Initiativen wie „Tante Inge“ in München oder „Europa und Brandenburg“ in Berlin erreichen und so erfahren, was das Bild der Menschen von Europa ist. Zudem möchten wir in unseren Einsatzgebieten Lokalzeitungen motivieren, über die EU-Wahl zu berichten und so eine europäische Öffentlichkeit im Lokalen zu schaffen.

Unsere bestehende Kooperation mit De Beweging in den Niederlanden, einer Gruppe die sich zur Förderung des demokratischen Dialogs einsetzt, soll weiter ausgebaut werden. So schaffen wir eine europäische Perspektive für das Projekt, die wir in unseren Aktionen weitergeben können.

 

PHASE ZWEI – AKTION

Januar bis Mai 2019
Aktuell planen wir in der Aktionsphase 2019 weiterhin Marktplatz-, Straßen- und Haustürgespräche, die die Erkenntnisse aus der Informationsphase miteinbeziehen. Bei der Europawahl dienen wir nicht nur als Austauschpartner sondern auch als neutrale Informationsquelle für unsere Gesprächspartner. Wir wollen dabei auch auf die Probleme der EU hinweisen und möglichst unvoreingenommen und offen den Menschen zuhören und im Dialog Ideen und Lösungen entwickeln.

Zusammengefasst wollen wir unabhängig und unvoreingenommen informieren, ein Bewusstsein für Europa schaffen und Geschichten europäischer Bürger national und transnational erzählen.

 

PROJEKTLEITUNG

Tobias und Nicolai, europa@gesellschaftsdenken.org

 

FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG